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Der Richter deutete bereits vor einigen Wochen an, dass sich der i-Phone Hersteller Apple besser nicht auf einen erfolgreichen Ausgang einstellen sollte. Die Begründung des Richters klingt so simpel, wie einleuchtend: Bei dem ganzen Verfahren ginge es nicht wirklich um juristische Fragen, sondern schlicht um den internen Wettbewerb des Smartphone-Marktes. Zurecht wollte sich Richter Richard Posner auf solche Spielchen der beiden Technologie-Giganten nicht einlassen. Dies war bereits der zweite Prozesse dieser Art, den der (inoffizielle) Suchmaschinen-Monopolist Google für sich entscheiden konnte. Das Software-Unternehmen Oracle musste sich erst vor kurzer Zeit von seinen erhofften Milliarden verabschieden. Die Firma hoffte auf eine Mega-Entschädigung für angebliche Urheberrechtsverletzungen durch Google.
Momentan bestimmt Google mit seiner Android-Technologie den weltweiten Smartphone-Markt. Apple muss sich mit dem ungewohnten und für den Konzern inakzeptablem Silberpodest begnügen. Nicht auszuschließen daher, dass sich das Unternehmen mit dem Apfel doch noch darauf einlässt und das oberste Bundesgericht in den USA anrufen wird. Allerdings hatte sich Google durch den Kauf des Android-Konzerns Motorola bestens gewappnet. Für die Rechte an all den Patenten ließ Google 12,5 Milliarden Dollar Springen. Wie es scheint war dieser Mond-Betrag gut angelegt. Denn im Grunde ist davon auszuigehen, dass es in naher und ferner Zukunft eine Fülle von Auseinandersetzungen dieser Art geben wird. Apple wird vermutlich keine Ruhe geben, bis sich etwas an der Reihenfolge in der Smartphone-Hierarchie ändert.


